Warum Du denkst und handelst, wie Du denkst und handelst

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Du bist sofort auf 180 wenn Dir jemand die Vorfahrt nimmt ! Du redest gern über andere wenn diese nicht da sind ! Du meinst mit Deinem Nachbarn mithalten zu müssen, wer wohl das größere Auto, das schönere Haus oder die wertvollere Wohnungseinrichtung hat ! Du bist misstrauisch wenn zwei in der Firma miteinander tuscheln während Du vorüber gehst ! Du willst unbedingt dass deine Kinder eine höhere Schulbildung haben als die Deiner Freunde ! Du suchst bei geselligen Zusammensein immer nach Anerkennung und brillierst durch lautes Argumentieren und Witzen auf Kosten anderer ! Du verzeihst gerne Fehler von anderen ! Du hast immer ein positives, aufbauendes Wort für Deinen Gesprächspartner übrig ! Du suchst nach Macht und Einfluss !   ..... oder oder oder !!

 

Was ist der Hintergrund für unser Denken und Handeln? Die meisten Menschen machen sich darüber keine Gedanken. "Ich bin eben so wie ich bin und wer damit nicht zurecht kommt hat eben Pech", so das Argument vieler unserer Zeitgenossen.

Aber warum reagieren die einen aufbrausend während die anderen ruhig bleiben?

Weshalb sind manche geizig, andere wiederum sehr freizügig?

Warum wollen einige sich bei jeder Kritik verteidigen und werden oft aggressiv, andere bleiben jedoch ruhig und stehen über den Dingen?

Das liegt in der Persönlichkeit des Einzelnen begründet. Und ein Teil unserer Persönlichkeit sind unsere

 

WERTE

Gerechtigkeit, Waage, Balance, Anwalt

 

WERTE sind unserer innerer Kompass nach dem wir im täglichen Leben handeln. Unser Wertesystem lässt manche Dinge nicht zu, da wir uns sonst evtl. selbst "vergewaltigen" würden. Einige Werte sind uns direkt bewusst, während andere tief in unserem Unterbewusstsein schlummern. Sich seiner Werte bewusst zu sein lässt uns klarer, zielführender, glücklicher und selbstbewusster leben. Werte die wir bevorzugen nennen wir Appetenzwerte, Werte die wir vermeiden wollen nennen wir Aversionswerte.

 

Hier einige Appetenzwerte:

 

Leistung,  Optimismus,  Freundschaften,  Wechsel/Vielfalt,  Effektivität,

                     Dankbarkeit,  Ruhm,  Reichtum,  Demokratie,  guter Ruf,

                                  Der/Die Beste sein,  Ebenbürtigkeit,  Kooperation,  Achtung,  Ehrlichkeit,

                                                        Selbstbewusstsein,  Ethik, Macht/Autorität,  Einfluss,  Gelassenheit,

                                                                                                     Intuition,  Selbstachtung,  Sex,  Gute Laune,  Mut,

Zuverlässigkeit,  Objektivität,  Toleranz,  Gleichheit  Distanz,

                           Familie, Ehre, Willenskraft,  Reinheit,  Sicherheit,

                                            Beziehungen, Verantwortung, Freiheit, Geborgenheit, Entwicklung

                                                                 Verwurzelung, Zielbewusstheit, Geld, Begeisterung, Harmonie

                                                                                     Gesundheit,  Kompetenz,  Wissen,  Herausforderung,  Kontaktfähigkeit

                                                                                                                                 Etwas ins Handeln bringen,  Vertrauen, Pünktlichkeit,  Frieden,

Höflichkeit, Karriere, Disziplin, Kreativität, Religion

                                             Spaß/Action, Zufriedenheit, Ordnung, Sparsamkeit, Wahrheit

                                                                                                 Liebe, Respekt, Fleiß, Charisma, Loyalität

                                                                                                                   Schönheit, Lebensfreude, Finanzieller Gewinn, Ruhm, Ausdauer

 

Im Gegensatz dazu stehen die Werte die wir vermeiden wollen bzw. welche bei uns ein ungutes Gefühl hervorrufen, gegen die wir eine Aversion haben:

 

Zurückweisung, Wut, Eifersucht, Neid

          Einsamkeit, Frustration, Einsamkeit, Erniedrigung

                                  Hass, Schuldgefühle, Versagen, Spott

                                             Ablehnung, Verleumdung, Zorn, Ärger

                                                               Angst, Groll ,Selbstmitleid ,Stress

                                                                       Sorgen ,Hast, Nichtbeachtung, Unentschlossenheit

                                                                                     Leere, Verschwendung, Minderwertigkeit, Enttäuschung

                                                                                                      Unbehagen, Gekränkt sein, Ohnmacht, Überforderung

 

Suche Dir einmal die 10 Appetenzwerte heraus die für Dich, für Dein Leben vorherrschend sind oder sein sollen. Dann ordne diese einmal in Deiner Reihenfolge von 1-10

Das gleiche machst Du mit den Aversionswerten. Was willst Du unbedingt vermeiden? Hier Deine Anordnung von 1-5

 

Ob diese Reihenfolge nun wirklich Deinem Inneren, Deinem Unterbewusstsein entspringen, das klären wir im Seminar oder Workshop mit einer speziellen Übung. Oft stellt sich danach die Reihenfolge ganz anders dar.

Wenn Du Dich in Deinem Alltag, oder überhaupt meist unwohl fühlst, innerlich "zerrissen" bist oder meinst, immer wieder die falschen Entscheidungen zu treffen, dann kann es daran liegen,

dass Deine Wertehierarchie für eine Blockade sorgt.

Strassensperre, Abgesperrt, Baustelle

Wie kann sich das bemerkbar machen. Ein Beispiel:

 

Stell Dir vor, da ist ein Außendienstmitarbeiter der als obersten Wert bei den Appetenzwerten "der beste Verkäufer sein" hat. Gleichzeitig hat er aber bei den Aversionswerten an oberster Stelle "Ablehnung" stehen. Diese Werte heben sich gegenseitig auf und werden dafür sorgen, dass dieser Mitarbeiter im Verkauf Ablehnung, z. B. in Form von Kaltakquise meiden wird. Das Ergebnis: Weniger Kundenbesuche, weniger Kontakte, weniger Anfragen, weniger Angebote, wenig Umsatz.

Aber selbst bei den reinen positiven Werten die jemand haben mag kann es zu Blockaden kommen. Beispiele:

 

- Ein Manager, der Karriere an erster Stelle und Familie an zweiter oder dritter Stelle stehen hat wird sich bei der Geburtstagsfeier für seine Tochter die für Dienstag Abend um 18.°° Uhr terminiert wurde anders verhalten wenn er noch dringende Arbeiten im Büro zu erledigen hat, als der Manager, der an erster Stelle Familie stehen hat

- ein Olympionike bei dem ganz oben in seiner Wertehierarchie Ruhm und Anerkennung platziert sind wird sich wahrscheinlich für die nächste Olympiade in einem kommunistischen Land entscheiden, während der Teilnehmer für den Menschenrechte einen primären Wert darstellen seine Teilnahme an solchen Spielen absagen wird.

- ein Politiker dem wirklich etwas am Wohl der Menschen liegt, für den Ehre, Freiheit und Selbstbestimmung wichtig sind, wird sich anders entscheiden als ein Politiker der an Macht interessiert ist.

 

Wenn wir unsere Werte missachten werden wir uns unwohl fühlen, egal welch andere Vorteile wir uns erhoffen. Den inneren Kompass zu ignorieren wirkt sich auf die Psyche mittel- oder langfristig verheerend aus.

Gesicht, Kompaß, OrientierungslosWerte ändern sich im Laufe des Lebens. Was uns mit 20 wichtig war ist es mit 50 sehr wahrscheinlich nicht mehr. Wir sollten daher unsere Werte in regelmäßigen Abständen immer wieder einer Prüfung unterziehen und uns fragen mit welchen Werten wir zu einer besseren Welt beitragen können.

 

 

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